Taizé mit dem Rad: Eine unvergessliche Reise voller Gemeinschaft und Begegnungen

Unterwegs zwischen Wald, Wasser und gelebter Spiritualität

Eine mehrtägige Fahrradtour nach Taizé führte durch eindrucksvolle Landschaften, zu intensiven Begegnungen und in die besondere Atmosphäre des bekannten ökumenischen Gemeinschaftsortes.

Vom 24. bis 31. Mai waren sechs Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren auf Taizé-Fahrt, gemeinsam mit Pfarrer Baumgartner und Dorothee Prutscher. Die Woche war geprägt von Gemeinschaft, neuen Begegnungen und vielen eindrucksvollen Momenten auf dem Weg und vor Ort. „Taizé“ steht nicht nur für den kleinen Ort im schönen Burgund, sondern auch für ein ökumenisches, internationales Jugendtreffen bei einer Bruderschaft , das junge Menschen aus vielen Ländern spirituell zusammenbringt und verschiedene Konfessionen und Kulturen zusammenbringt. Ein Reisebericht: 
 
Die Taizé‑Fahrt begann am Sonntag mit einem Gottesdienst in der Horner Kirche. Direkt danach startete die Reise Richtung Frankreich. In Mulhouse fiel der Auftakt zur Fahrradtour, die zunächst leicht begann, dann aber schnell anspruchsvoll wurde: immer wieder steile Anstiege und rasante Abfahrten. Kurz vor Belfort entstand das erste Lager – erschöpft, hungrig und doch getragen von einem stimmungsvollen Sonnenuntergang, der den Tag würdig abschloss.
 
Am folgenden Morgen ging es weiter. Der Radweg zeigte sich von seiner schönsten Seite: Wälder, Wiesen und der Fluss Doubs, der die Gruppe über viele Kilometer begleitete. Innerhalb von zwei Tagen kamen fast 250 Kilometer zusammen – eine sportliche Herausforderung, die zugleich viele eindrucksvolle Naturmomente bot.
 
Der letzte Abschnitt führte mit großer Vorfreude nach Taizé. Schon beim Ankommen war die besondere Atmosphäre spürbar: Offenheit, Freundlichkeit und ein Gefühl von Gemeinschaft, das viele Menschen aus ganz Deutschland und darüber hinaus anzieht. Nach dem Aufbau der Zelte bot sich Gelegenheit, das Gelände zu erkunden und mit Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen. Die Vielfalt der Herkunft und die persönlichen Geschichten prägten diesen Teil der Reise besonders.
 
Ein Höhepunkt war die erste Andacht. Als die Gemeinde in verschiedenen Sprachen gemeinsam sang, entstand ein Moment tiefer Verbundenheit. Die schlichte, aber eindringliche Liturgie schuf einen Raum, in dem sich viele sofort willkommen fühlten. Auch die gemeinsamen Mahlzeiten boten immer wieder neue Begegnungen und Gespräche, die die Tage in Taizé bereicherten.
 
Im Rückblick bleibt die Taizé‑Fahrt als besondere Erfahrung in Erinnerung: körperlich herausfordernd, zugleich geprägt von Gemeinschaft, Begegnungen und spiritueller Tiefe. Eine Zeit, die lange nachklingt.