Pfr. Heinz Vogel, Liturgie
Projektchor und Projektensemble der Höri Musiktage
Valérie Leoff, Sopran
Anna M. Stephany, Alt
Francisco dos Santos, Tenor
João Martins, Bass
Markus Andreas Lingens, Leitung & Orgel
Valérie Leoff, Sopran
Anna M. Stephany, Alt
Francisco dos Santos, Tenor
João Martins, Bass
Markus Andreas Lingens, Leitung & Orgel
Der Festgottesdienst, in dem die Tradition des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts weiterlebt, erfreut sich seit Bestehen der Hörimusiktage größter Beliebtheit. In ihm verbinden sich großartige Messkompositionen im liturgischen Kontext mit der Partizipation musik- und singbegeisterter Menschen rund um den Untersee. Der Projektchor unter der Leitung von Markus Lingens wird alljährlich für diesen traditionsreichen Festgottesdienst zusammengestellt und erarbeitet anspruchsvolle Werke innerhalb von drei Proben.
In diesem Jahr gibt es besonders viele Gründe zu feiern: Das Hörimusikfestival begeht sein 10-jähriges Jubiläum – wie passend, dass der vor 240 Jahren geborene Jubilar Carl Maria von Weber (1786–1826) eine Jubelmesse komponierte, ein Werk, das seinem Namen alle Ehre macht. Festlich, strahlend und zugleich von inniger Ausdruckskraft geprägt, verbindet die Messe sakrale Würde mit opernhafter Klangpracht. Das Hörimusikfestival lädt dazu ein, dieses selten aufgeführte Werk in einem besonderen Rahmen zu erleben. Mitwirkende Ensembles sowie Solistinnen und Solisten bringen die klangliche Vielfalt und emotionale Tiefe der Komposition eindrucksvoll zur Geltung und lassen die festliche Atmosphäre lebendig werden.
Freuen Sie sich auf eine Aufführung, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet – und zwei Jubiläen in einem musikalischen Höhepunkt vereint.
Carl Maria von Weber (1786 - 1825) stammte aus einer musikalischen Familie: Sein Vater war fürstbischöflicher Hofkapellmeister in Stettin, die Mutter Opernsängerin, sein Großvater väterlicherseits war der Bruder von Constanze Mozart. Wegen einer Hüfterkrankung lernte er erst mit 4 Jahren laufen, während er bereits gut Klavier spielen und singen konnte. Seine Eltern hegten und pflegten ihre Hoffnung auf ein Wunderkind und ließen ihn von besten Lehrern, darunter Michael Haydn und Abbé Vogler, unterrichten. Seine Begabungen und die profunde Ausbildung führten ihn über die Jahre nach Breslau, wo er als Kapellmeister wirkte, ins Württembergische als Geheimsekretär und Privatlehrer am Hof Eugen von Württembergs, nach Frankfurt zur Uraufführung seiner Oper Silvana bis er schließlich 1813 als Operndirektor nach Prag berufen wurde. 1817 übernahm Weber die Stelle des Theaterkapellmeisters an der Hofoper in Dresden. Seine Oper „Der Freischütz“ – uraufgeführt 1821 – machte ihn schlagartig berühmt. Da er in Dresden als Kapellmeister auch den Dienst an der katholischen Hofkirche zu versehen hatte, entstammen seine beiden Messen aus dieser Zeit .
Die Jubelmesse G-Dur op. 27 komponierte Carl Maria von Weber 1819 zum Hochzeitsjubiläum des Königs Friedrich August von Sachsen und seiner Gemahlin Maria Amalia Augusta. Die Messe gilt als besonders passend für Hochfeste und große Feierlichkeiten. Was also könnte zum diesjährigen Jubiläumsjahr der Höri Musiktage 2026 besser passen! Weber schrieb selber dazu: „Habe ich in der Messe in Es meiner Überzeugung und dem tiefen Gefühl der Größe des Gegenstandes mich hingegeben, so will ich jetzt nur an eine frohe, kindlich bittende und jubelnd zum Herrn betende Schar denken."
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