Mit vollem Klang – vereinbart.

15.11.2024 | Gründungsvereinbarung beschlossen

 
Die sechs Seelsorgeeinheiten des alten Dekanats „Östlicher Hegau“ verabschieden ihre Gründungsvereinbarung zur neuen Kirchengemeinde Bodensee-Hegau.

 
„Alle Dokumente sind unterzeichnet!“ – Lautes, freudiges und auch erleichterndes Klatschen. Darauf wurde angestoßen.
 
Am Mittwoch, den 13. November, trafen sich die Pfarrgemeinderäte der sechs Seelsorgeeinheiten Höri, Hohenfels, Krebsbachtal, Radolfzell, See-End und Stockach des alten Dekanats „Östlicher Hegau“ zu ihrer fünften Vollversammlung im Palottiheim in Stockach. Sie kamen zusammen, um die Gründungsvereinbarung der künftigen Pfarrei St. Zeno Radolfzell zu beschließen.
 
„Wir singen nun solange, bis wir beschlussfähig sind.“ Großes Gelächter im Raum, da noch ein paar erwartete Pfarrgemeinderatsmitglieder sich verspäteten. Ein voller Klang war im Saal zu hören. Als würde ein 90-köpfiger Chor seit Jahren proben. Aber es war die Vollversammlung, und der leitende Pfarrer Heinz Vogel begleitete die Mitglieder am Klavier zu einem Lied, dessen Text aus der jüdischen Liturgie stammt.

Nach der musikalischen Einstimmung stellten sich mit kurzen Worten die beiden neuen Mitarbeiter der Vollversammlung vor: Ekkehard Baumgartner als stellvertretender leitender Pfarrer für die neue Pfarrei und Marcus Lechner als Referent für Medien und Social Media. 

Mit der Einführung zur Abstimmung kamen noch ein paar Fragen auf, die diskutiert und geklärt werden mussten. Und dann war es soweit:
Die sechs Seelsorgeeinheiten einigten sich mit großer Klarheit (zwei Enthaltungen, drei Gegenstimmen) und verabschiedeten somit die Gründungsvereinbarung für die neue Pfarrei. Und danach wurde gemeinsam angestoßen.
 
„Eine Vereinbarung, die wichtig als Basis und Fundament ist, die aber mit Leben vor Ort gefüllt werden muss und weiter wachsen darf.“ so der designierte leitende Pfarrer Heinz Vogel kurz vor der Abstimmung.
 
Es war ein über zwei Jahre langer und auch anstrengender Weg mit vielen Korrekturen, Diskussionen und Detailfragen. Dementsprechend groß war die Erleichterung, Freude, aber auch Anspannung. Und so manche Unsicherheit wird bleiben, wie es wohl weiter gehen wird und ob sich alle beteiligt fühlen. Aber es war ein gemeinsamer Prozess und der wird fortgeführt. Jetzt geht die Gründungsvereinbarung zur Genehmigung zum Erzbischof.
 
Als Nächstes steht die Wahl des Pfarreirats an. Ein Gremium das sich erst noch finden und definieren muss. Im Herbst nächsten Jahres ist dann die Wahl. Und bis dahin werden sie sich im März wieder treffen. Und wieder gemeinsam singen. Das Fundament steht nun.